Gesang für ein Möbel von Romane Holderried Kaesdorf

Eröffnungsausstellung

Gesang für ein Möbel

Romane Holderried Kaesdorf

Die Künstlerin erschafft in ihren Bildern eine eigene Wirklichkeit. Mit lebendigem Strich fordert sie die Betrachter dazu auf, ihre Denkkraft über die sinnliche Erfahrung hinaus in ungewohnte Dimensionen zu lenken. Figur, Gegenstand und Handlung – alles erhält eine neue Bedeutung und formiert sich zu einer meisterhaften Bildkomposition. Hierbei entsteht eine Hintergründigkeit, die nicht erklärt werden will, sondern eine ungeheure Großzügigkeit und Freiheit offenbart.

Ort
Wilhelmstraße
Medium
Arbeiten auf Papier
Preis
auf Anfrage
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Ihr alleiniges Thema ist der Mensch. Doch weder das menschliche Gefühl noch die anatomisch korrekte Wiedergabe des menschlichen Körpers dominieren ihre Kunst. Vielmehr scheinen die Figuren ihrer Bildwelten immer mehr über ihre Umrisshaftigkeit hinauszuwachsen, als wollten sie diese schließlich ganz dem Inhalt unterordnen.

Dabei scheinen all diese Frauen und Männerfiguren immerzu mit unbedeutenden Handlungen beschäftigt, die häufig als Hang zur Groteske fehlgedutet werden. Doch zählte diese Wirkung nicht zu Holderried Kaesdorfs Intentionen. „Meine Zeichnungen sind nicht boshaft, nicht witzig, nicht skurril, nicht politisch – ich zeichne keine Spießer oder Biedermänner", stellte sie 1979 klar.

Humor ließ sie im Zusammenhang mit ihrer Kunst lediglich in Samuel Becketts Sinne gelten. „Das Lachen entsteht aus einer Irritation, einer Bedrohung heraus." Was sich in Holderried Kaesdorfs Kunst verbildlicht, ist eine geistige Freiheit, die das Ungewöhnliche ins Gewöhnliche spiegelt, indem sie einfach die Vorzeichen verkehrt.

Zur Künstlerin

Romane Holderried Kaesdorf

1922 – 2007, geb. und gest. in Biberach

Werkübersicht

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